Mrz 12

Am 11. März 2010 fand in Winnenden eine Veranstaltung zum Gedenken des Amoklaufes im Jahr zuvor statt. Die Trauerfeier begann am Morgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, als sich Lehrer, Hinterbliebene und rund 900 Schüler zum stillen Gedenken in einer Halle nahe der Albertville-Realschule, wo der Amoklauf seinen Anfang nahm, zusammenfanden.

Um 9:33 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns der Schüsse, läuteten die Kirchenglocken der Stadt und an der Schule wurde eine Menschenkette gebildet. In der Innenstadt verharrten zahlreiche Passanten im stillen Gedenken auf der Straße. Zur zentralen Gedenkstunde am späten Vormittag hielt Bundespräsident Horst Köhler eine Rede, in welcher er den Hinterbliebenen sein Beileid aussprach und nachreichende Konsequenzen aus den Geschehnissen forderte. Das Waffenrecht müsse weiter verschärft werden.

Am 11. März 2009 verübte ein 17-jähriger Auszubildender an der Albertville-Realschule in Winnenden einen Amoklauf, in dessen Verlauf er acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen erschoss. Auf der anschließenden Flucht tötete der Täter drei weitere Menschen und richtete sich anschließend selbst. Die Tatwaffe selbst befand sich unverschlossen im Schlafzimmer seiner Eltern.