Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Kann Europa helfen?

Am 20. April 2010 fand auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon, die 2001 im Golf von Mexiko errichtet wurde, eine durch menschliches und technisches Versagen verursachte Explosion statt, die einen Großbrand zur Folge hatte. Dabei wurden vermutlich 11 Arbeiter getötet.

Zwei Tage später versank die Plattform, wodurch anschließend das sonst geförderte Öl aus mehreren Bohrlöchern in etwa 1.500 Metern Tiefe herausquoll und derzeit immer noch aus einem Bohrloch quillt. Tauchroboter vermochten nicht die sonst greifende Abdichtung durch den sogenannten Blowout-Preventer zu erreichen.Die Menge des ungehindert ausströmenden Öls lässt sich kaum bestimmen. Die Schätzungen von anfangs 1.000 Barrel wurden von den Experten auf mehrere tausend oder sogar zehntausend Barrel erhöht. Schnell bildete sich ein mehrere Quadratkilometer großer Ölteppich, der trotz verschiedenster Bemühungen der Eindämmung und Beseitigung am 29.04.2010 die Küste der USA erreichte. Zusätzlich scheiterten bisher alle weiteren Versuche, vornehmlich unter der Leitung des Ölkonzerns BP, das Bohrloch zu schließen.

Die gravierenden Folgen für die Pflanzen- und Tierwelt sind ebenso nicht abzusehen wie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik.


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